Verschieden Gemüsesorten wie Parika und Pilze grob geschnitten auf einer Oberfläche liegend
Gemeinsam gegen Food Waste

Warum ein Blick, ein Geruchstest und eine Kostprobe oft reichen

Stephanie Ott
·

Vom 12. bis 20. September 2026 findet in der Schweiz erstmals die Nationale Woche gegen Food Waste statt. Als Partner dieser Bewegung setzt Denner gemeinsam mit zahlreichen Organisationen und Unternehmen ein Zeichengegen Lebensmittelverschwendung. Denn noch immer fallen in Schweizer Haushalten jedes Jahr rund 80 kg essbare Lebensmittelabfälle pro Person an, das entspricht Kosten von rund 600 Franken pro Person und Jahr. Ein entscheidender Faktor sind dabei oft Missverständnisse rund um das Haltbarkeitsdatum. Dabei kann bereits ein bewussterer Umgang mit Lebensmitteln viel bewirken.

Ein Joghurt ist einen Tag über dem Mindesthaltbarkeitsdatum. Das Brot vom Vortag ist nicht mehr knusprig. Die Banane hat ein paar braune Flecken. Solche Lebensmittel werden täglich weggeworfen, obwohl sie noch problemlos konsumiert werden könnten.

Genau hiersetzt die erste nationale Woche gegen Food Waste an. Sie macht uns alle darauf aufmerksam, wie Lebensmittelverschwendung entsteht, welche Auswirkungen sie auf Umwelt und Ressourcen hat und was jede und jeder Einzelne dagegen tun kann. Denn Food Waste betrifft uns alle, zuhause, im Detailhandel und entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

"Mindestens haltbar bis" ist ein Richtwert

Ein häufiger Grund für unnötige Lebensmittelverschwendung ist die Verunsicherung rund um die Datumsangaben auf Verpackungen. Während das Verbrauchsdatum ("zu verbrauchen bis"), bei leicht verderblichen Produkten wie Frischfleisch oder Fisch angibt, bis wann ein Lebensmittel aus Gründen der Lebensmittelsicherheit konsumiert werden sollte, beschreibt das Mindesthaltbarkeitsdatum ("mindestens haltbar bis") etwas anderes: Es garantiert, dass ein Produkt bei richtiger Lagerung bis zu diesem Zeitpunkt seine typischen Eigenschaften wie Geschmack, Farbe oder Konsistenz behält.
Wichtig auch zu wissen: Wird beispielsweise Fleisch vor Erreichen desVerbrauchsdatums eingefroren, kann seine Haltbarkeit dadurch um bis zu 90 Tageverlängert werden.

Viele Lebensmittel sind auch nach Erreichen des Mindesthaltbarkeitsdatums noch einwandfrei geniessbar. So sind beispielsweise Mehl, Schokolade und Gewürze bei korrekter Lagerung –  dunkel, trocken und in einem gut verschlossenen Behälter – noch bis zu 360 Tage nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums unbedenklich geniessbar. Knäckebrot und Zwieback können sogar noch bis zu 120 Tage über das Mindesthaltbarkeitsdatums hinauskonsumiert werden. Selbst frische Produkte sind häufig länger haltbar als angenommen: Käse und Joghurt beispielsweise bis zu 14 Tage und rohe Eier bis zu6 Tage über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Wer also Haltbarkeitsangaben richtig einordnet, kann einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von Food Waste leisten und gleichzeitig Geld sparen. Bei Unsicherheit genügt oft ein kurzer Sinnescheck: anschauen, riechen und probieren.

Einfache Massnahmen, grosse Wirkung

Die Nationale Woche gegen Food Waste soll darauf aufmerksam machen, dass schon kleine Veränderungen im Alltag eine grosse Wirkung haben können. Hilfreich sind beispielsweise:

  • Einkäufe planen und nur kaufen, was tatsächlich benötigt wird
  • Lebensmittel richtig lagern
  • Den Kühlschrank regelmässig kontrollieren
  • Reste kreativ verwerten statt entsorgen
  • Lebensmittel nach dem Prinzip „First in, first out“ aufbrauchen
  • Produkte mit überschrittenem Mindesthaltbarkeitsdatum bewusst prüfen, bevor sie weggeworfen werden

Oft sind es gerade diese einfachen Gewohnheiten, die dazu beitragen, dass weniger Lebensmittel im Abfall landen und wertvolle Ressourcen geschont werden.

Food Waste reduzieren entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Als Schweizer Detailhändlerin setzt sich Denner seit Jahren für einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln und die Reduktion von Food Waste ein. Dazu tragen verschiedene Massnahmen bei, etwa ein bedarfsgerechtes Bestellsystem oder Preisreduktionen für Produkte, die sich dem Mindesthaltbarkeitsdatum nähern. So können Kundinnen und Kunden qualitativ einwandfreie Lebensmittel vergünstigt erwerben, während gleichzeitig Food Waste vermieden wird.

Ein besonders wirkungsvoller Ansatz ist die Zusammenarbeit mit dem Caritas-Markt. Bereits in rund 300 Denner Filialen wird unverkauftes, kontrolliertes Frischfleisch am Tag des Erreichens des Verbrauchsdatums eingefroren und anschliessend an die Caritas-Märkte gespendet. Dort wird es zu stark reduzierten Preisen verkauft. Damit werden hochwertige Lebensmittel vor der Verschwendung bewahrt und kommen gleichzeitig Menschen mit kleinem Budget zugute.

Auch die langjährigen Partnerschaften mit Tischlein deck dich und der Schweizer Tafel tragen dazu bei, Lebensmittel zu retten. Überschüssige, einwandfreie Produkte werden regelmässig weitergegeben und erreichen Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

Ergänzend dazu setzt Denner mit der Wundertüte einen weiteren konkreten Hebel zur Reduktion von Food Waste direkt in den Filialen um. Die Wundertüte gibt Früchten und Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern sowie Brot vom Vortag eine zweite Chance. Die Tüten mit einem Mindestgewicht von drei Kilogramm werden zu einem attraktiven Preis angeboten und zeigen, dass Lebensmittel nicht perfekt aussehen müssen, um qualitativ einwandfrei und geniessbar zu sein. Nach einemerfolgreichen Pilotprojekt im Frühling 2026 in ausgewählten Denner Filialen und durchwegs positiven Rückmeldungen der Kundschaft erfolgt ab November 2026 schrittweise der schweizweite Rollout.

Gemeinsam mehr bewirken

Für Denner ist die Teilnahme an der Nationalen Woche gegen Food Waste einewichtige Ergänzung des bereits bestehenden Engagements. Denn Food Waste lässtsich nur dann wirksam reduzieren, wenn Handel, Politik, Organisationen undKonsumentinnen und Konsumenten gemeinsam handeln. Dabei beginnt die Vermeidungvon Food Waste oft mit einfachen Schritten: oft genügt ein Blick, ein Geruchstestund eine Kostprobe.

Stephanie Ott
Stephanie Ott
Stephanie Ott ist Projektleiterin Unternehmenskommunikation bei Denner und schreibt für «Alles auf Zukunft» spannende Stories.

Doch damit nicht genug! Entdecken Sie weitere Stories.

Alle anzeigen
Teile diesen Artikel
Gemeinsam gegen Food Waste
Warum ein Blick, ein Geruchstest und eine Kostprobe oft reichen
Teilen
Per Mail verschicken
Per WhatsApp verschicken
Auf Facebook teilen
Auf Twitter teilen
Link kopieren
Newsletter-Anmeldung

Immer top informiert – keine Aktion mehr verpassen!

Die Bearbeitung von Personendaten erfolgt in Übereinstimmung mit unserer Datenschutzerklärung.

Vielen Dank!

Wir haben Ihre Einsendung erhalten.
Fenster schliessen
Oops! Bei der Einsendung des Formulars ist ein Fehler aufgetreten.